Die afrikanischen Wildhunde leben überwiegend in der afrikanischen Savanne, praktisch in allen Steppen und Grasgegenden südlich der Sahara. Ähnlich wie andere Afrikanische Säugetiere auch sind sie absolut keine Einzelgänger.
Es kommt oft vor, dass Wildhund-Rudel zwischen fünf bis zu mehreren Dutzend Tiere umfassen. Insofern kann gesagt werden, dass diese Tiergattung zu den sozialsten unter den verschiedenen Tiergemeinschaften gehört. Die Tiere handeln und verhalten sich gruppenorientiert, eine auffällige Hierarchie wird ganz selten festgestellt.
Die Jagd der afrikanischen Wildhunde ähnelt sehr stark der bekannten Art und Weise bei den Wölfen. Das heißt, dass alle Tiere eines Rudels gemeinsam jagen und sich dabei abwechseln. Auf diese Weise entsteht eine ausdauernde Hetzjagd, bei der das gejagte Tier meistens wegen Erschöpfung letztendlich dem Rudel unterliegt.
Eine weitere Eigenart ist die, dass das Opfer nicht mit einem gezielten Biss getötet, sondern im wahrsten Sinne des Wortes körperlich zerrissen wird. Gejagt werden in der Regel Gazellen, und zwar bevorzugt dann, wenn sie einzelgängerisch sind. Es kommt aber auch vor, dass eine Großantilope von einem Rudel gejagt wird. Bei ihren Hetzjagden erreichen die Tiere oft Geschwindigkeiten von mehr als 50 Kilometer.
Die afrikanischen Wildhunde werden durchschnittlich bis zu 80 Zentimeter groß. Sie haben ein gefärbtes Fell, wobei die Farbenvielfalt groß und sehr verschieden ist. Sie reicht von bräunlich, gelb, weiß oder schwarz bis hin zu gefleckt. Ihre Ohren sind und wirken recht groß, und die Gliedmaßen haben vier Zehen. Sie sind von Beginn des Lebens an Jäger. Täglich wird zweimal gejagt, und zwar frühmorgens sowie am Spätnachmittag, auf jeden Fall aber tagsüber bei Helligkeit. Es gibt keine festen Reviere, und in einem Rudel aus mehreren oder vielen Tieren sind sie sehr stark. Bis auf Löwen werden nahezu alle Tiere gejagt, wobei die Zebras wegen ihrer Hufschläge und der damit verbundenen schweren Verletzungen eher gefürchtet werden. Nach einer Tragzeit von rund 70 Tagen, also circa zehn Wochen kommen durchschnittlich sechs bis acht Welpen zur Welt.
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