Politik auf Madagaskar

Politik auf Madagaskar

Die Republik Madagaskar ist ein Inselstaat im Indischen Ozean. Der Inselstaat liegt auf einer Gesamtfläche von 587.041 Quadratkilometern und somit ist Madagaskar der zweitgrößte Inselstaat der Welt.

Politische Konflikte

Im Jahre 1971 kam es zu Unruhen gegen die Regierung. Trotzdem wurde der amtierende Präsident bei den Wahlen im Jahre 1972 mit einer großen Mehrheit von mehr als 99 Prozent wiedergewählt. Im Jahre 1972 begann die Opposition trotz der großen Mehrheit mit Demonstrationen gegen die bestehende Regierung. Das führte dazu, dass die Republik Madagaskar in den Jahren von 1972 bis 1975 von einer Militärdiktatur regiert wurde.

Anschließend kam es zu Bürgerprotesten, infolgedessen Avantgarde de la Révolution Malgache mit dem neuen Präsidenten Didier Ratsiraka an die Macht gelangte. Das Regime des Präsidenten verfolgte einen stark sozialistischen Regierungsstil. Die neue Regierung verstaatlichte einige Industrieunternehmen, Banken und Versicherungen. Aufgrund der Verstaatlichungen, welche auch den Agrarsektor betrafen, kam es zu regionalen Hungersnöten und auch die Arbeitslosigkeit stieg rasch an.

Oppositionsbewegung Madagaskars

Erst im Jahre 1992 gelang es der Opposition, den amtierenden Präsidenten zu stürzen. Les Forces Vive gelangte als Oppostionsbewegung an die Macht und führte eine neue Verfassung ein. Durch diese sollten die Kompetenzen des Präsidenten begrenzt werden. Dadurch entstand die dritte Republik Madagaskars, welche als Präsidialrepublik geführt wurde. Nachdem sich der erste Präsident der neuen Republik nur vier Jahre im Amt halten konnte, wurde im Jahre 1996 der alte Präsident Didier Ratsiraka mit einer knappen Mehrheit wiedergewählt. Er sorgt im Jahre 1998 durch eine Verfassungsänderung dafür, dass der Präsident mehr Macht ausüben darf.

Unruhen

Bei den nächsten Präsidentschaftswahlen im Jahre 2001 führten Unstimmigkeiten in der Stimmenauszählung zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen, bis Ravalomanana vom Verfassungsgericht als neuer Präsident bestätigt wurde. Er wurde auch bei den nächsten Präsidentschaftswahlen im Jahre 2006 im Amt bestätigt. Allerdings hielt die Unzufriedenheit in der Bevölkerung an, sodass es häufig zu Unruhen kam, wodurch die Regierung wieder gestürzt wurde. Während der Übergangsregierung plant das Land, bald zu demokratischen Verhältnissen zurückzukehren.

 

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