Politik in Kenia

Politik in Kenia

Die Republik Kenia liegt in Ostafrika auf einer Gesamtfläche von über 582.000 Quadratkilometern. Von den insgesamt rund 39 Millionen Einwohnern leben etwa drei Millionen in Nairobi, der Hauptstadt des Landes.

Erster Präsident des Landes

Der erste Präsident der Republik Kenia sorgte unter anderem durch eine Landreform dafür, dass Landbesitz umverteilt wurde. Dadurch kam es auch dazu, dass weiße Grundbesitzer zum Teil enteignet wurden. Trotz der Umsetzung der Landreform setzte Jomo Kenyatta auch weiterhin auf ein gutes Verhältnis zu Industrieländern und insbesondere zu Großbritannien.

Innenpolitik

In der Innenpolitik des Landes ging der Präsident Jomo Jenyatta gegen oppositionelle Parteien vor. Das führte unter anderem im Jahre 1967 dazu, dass die KPU verboten wurde. Nachdem der erste Präsident Kenias im Jahre 1978 starb, übernahm Daniel arap Moi die Rolle des Präsidenten. Daniel arap Moi war bis zu diesem Tag als stellvertretender Präsident tätig. Auch der neue Präsident setzte sich für eine Republik ein, in welcher es keine oppositionellen Bewegungen geben sollte. So sorgte er mit einer Verfassungsänderung im Jahre 1982 dafür, dass es mit der KANU-Partei nur eine legale Partei im Land gab. In den Jahren 1983 und 1988 wurde der Präsident Daniel arap Moi in seinem Amt bestätigt, allerdings gab es keine weiteren Kandidaten.

Politische Konflikte

Erst in den 1990er Jahren gelang es der Bevölkerung durch Proteste und Unruhen, den Präsidenten dazu zu bewegen, auch andere Parteien wieder zuzulassen. Neben den Protesten der Bevölkerung machten auch internationale Geldgeber Druck, indem sie Finanzhilfen nur dann auszahlen wollten, wenn die Politik im Land reformiert würde. Dadurch kam es nach 26 Jahren und auch bei der darauf folgenden Wahl im Jahre 1997 wieder zu freien Wahlen im Land. Dabei setzte sich die amtierende Regierungspartei knapp durch, sodass Daniel arap Moi auch weiterhin Präsident Kenias war.

Erst im Jahre 2002 wurde er von Mwai Kibaki im Amt abgelöst. Dieser dritte Präsident Kenias sorgte unter anderem dafür, dass Kinder kostenlos am Grundschulunterricht teilnehmen können und auch gegen die Korruption im Land setzte er sich ein. Mwai Kibaki wurde mit der Partei PNU bei den Wahlen im Jahre 2007 im Amt bestätigt. Allerdings gab es bei den Wahlen Unregelmäßigkeiten, wodurch es zu Protesten mit vielen Opfern kam. Über 300.000 Menschen wurden im Zuge der Proteste vertrieben. Anschließend wurde der neue Präsident im Jahre 2008 von der Opposition gestellt.

Allerdings kam es abermals zu blutigen Auseinandersetzungen. Erst durch Vermittlungsgespräche Kofin Anans konnte ein Kompromiss gefunden werden, wodurch Mitglieder der beiden Parteien ODM und PNU einen Premierminister stellten. Seit dem Jahre 2010 gibt es im Land wurde in Kenia zudem eine neue Verfassung eingeführt. Dieser Entschluss wurde vom Großteil der Bevölkerung Kenias akzeptiert.

 

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