Geschichte Botsuanas

Geschichte Botsuanas

Die Republik Botsuana, oftmals auch Botswana genannt, liegt im Süden von Afrika auf einer Fläche von etwa 582.000 Quadratkilometern.

Bevölkerungsgruppen

Auch heute noch leben Nachfahren der San, welche bereits vor rund 2.000 Jahren den südlichen Teil des afrikanischen Kontinents besiedelten, im heutigen Botsuana. Allerdings wurden viele der San von den Khoi-Khoi verdrängt, die das Landgebiet ab dem zweiten Jahrhundert erreichten und dort als Viehzüchter lebten. Ab dem dritten Jahrhundert folgten schließlich Bantustämme. Im Nordosten des Landes ließen sich Shona nieder und im Südosten waren es die Völker der Tswana und Kgalagadi, welche sich dort niederließen. Der Norden des Landes wurde von Stämmen besiedelt, welche aus Zentralafrika einwanderten. Erst ab dem Jahre 1.500 kam es zu einer neuen Besiedlungswelle. Mit dieser ließen sich viele Angehörige der Tswana-Stämme in dem Landgebiet nieder. Aus diesen Stämmen wurden mehrere Königreiche gegründet, sodass die Tswana große Teile des Landes beherrschten.

Kolonialzeit

Nach dem Jahre 1841 erreichten viele Forscher und Missionare aus Europa das Land. Im Jahre 1885 wurde es schließlich zum Protektorat Großbritanniens und schließlich zur Kronkolonie Britisch-Betschuanaland erklärt. Die Häuptlinge der einzelnen Volksstämme unterlagen den Briten. Die Briten versuchten sich so wenig wie möglich in die Angelegenheiten der Stämme einzumischen. Nachdem weiße Siedler sich vorwiegend im Osten der Kronkolonie niederließen, wurden diese von den Briten bevorzugt behandelt und die einheimische Bevölkerung wurde in Reservate verdrängt. Im Jahre 1895 erfolgte die vorübergehende Angliederung an Südafrika.

Unabhängigkeit

Im Jahre 1961 konnten sich im Land die ersten Parteien bilden, denn die Bewohner erhielten durch die britische Kronkolonie eine eingeschränkte Autonomie. Aber erst am 30. September 1966 erreichte das Land die vollständige Unabhängigkeit von Großbritannien. Mit der Unabhängigkeit wurde das Land auch von Britisch-Betschuanaland in Botsuana umbenannt. Im Jahre 1976 folgte die Einführung einer eigenen Währung. Allerdings blieb lange Zeit eine Abhängigkeit von Südafrika, und zwar sowohl verkehrstechnisch (aufgrund des fehlenden Anschlusses zum Meer) als auch wirtschaftlich. Innenpolitisch konnte die Republik Botsuana jedoch Stabilität erlangen. Diese blieb auch nach einer schweren Wirtschaftskrise in den 1990er Jahren bestehen.

 

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