Finanzsektor Afrika
Der Finanzsektor ist in Afrika kaum entwickelt. Viele Staaten sind von Korruption gezeichnet und deutlich überschuldet. Die Bevölkerung dieser Länder hat selbst kaum finanziellen Besitz.
Finanzsektor in Afrika
Die Zahl derer, die ein eigenes Konto besitzen, ist in Afrika so niedrig wie nirgendwo anders in der Welt. Nur rund 30% der afrikanischen Bevölkerung sind bei einer Bank registriert. Trotz eines Teils deutlichen Wirtschaftswachstums, zum Beispiel fiel die Arbeitslosigkeit in Mosambik um die Jahrtausendwende um 40%, kommt der Finanzsektor in diesen Ländern nicht in Fahrt. Das liegt hauptsächlich daran, dass sich die großen Banken dieser Länder auf die wenigen großen Firmen konzentrieren.
Die Förderung industrieller Produkte ist das Hauptanliegen in den meisten Staaten. Kleinanleger sind für die Banken meist uninteressant, da mit ihnen kein Gewinn erzielt werden kann. Weil die meisten Menschen kein geregeltes Einkommen besitzen, können die Banken mit ihnen nicht gezielt wirtschaften. Die Führungseliten dieser Staaten wiederum legen ihr Geld meist in steuerlich günstigeren Staaten wie zum Beispiel der Schweiz an.
Keine Wirtschaft - ein großes Problem
Eine eigene Wirtschaft und somit eigenes Kapital haben die wenigsten Staaten. In vielen Ländern ist man auf Kredite des Internationalen Währungsfonds angewiesen. Dadurch wird jedoch in der Regel die prekäre Lage nicht verbessert. Außerdem helfen Banken wie die KfW Entwicklungsbank, um die verarmten Staaten zu stützen und zumindest einigen wenigen Menschen einen Kredit zu ermöglichen.
Kleine aber wenige Vorteile
Für die bessergestellten Staaten in Afrika zeigte sich ein Vorteil der geringen Verwicklung in internationale Finanzgeschäfte. Während der Krisen der letzten Jahre waren sie davon kaum betroffen. Hatten insbesondere die großen Industrienationen unter den Folgen der Rezession zu leiden, so blieben die kleinen Volkswirtschaften in Afrika stabil. Deren Banken waren in ihrer Entscheidungsfreiheit deutlich eingeschränkt und konnten daher nur sehr wenige risikoreiche Wertpapiere in ihr Portfolio aufnehmen. Was früher als Bürde empfunden wurde erwies sich im Nachhinein als lebensrettend. Zudem wächst die Wirtschaft der Staaten Afrikas seit dem Ende des Kalten Krieges beständig. Das Wachstum ist zwar vergleichsweise gering, als Hoffnungsschimmer kann es aber dennoch angesehen werden. Dem Süden Afrikas hat insbesondere die Fußball-Weltmeisterschaft einen wirtschaftlichen Boom beschert, der auch die Finanzmärkte deutlich gestärkt hat.
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