Wirtschaft

Bodenschätze in Afrika

Obwohl Afrika ein armer Kontinent ist, könnte er im Prinzip doch reich sein. In den Tiefen lagern große Mengen wertvoller Bodenschätze, die den jeweiligen Staaten viel Geld bringen könnten.

Redaktion Afriwhere 3 Min Lesezeit aktualisiert 13. September 2026
Bodenschätze in Afrika
Bodenschätze in Afrika.

Afrika und seine Bodenschätze

Leider werden diese aber meist zu ungünstigen Konditionen von westlichen Länder abgebaut und exportiert. Die verarmten Länder besitzen nicht die Mittel, um selbst einen geordneten Abbau zu organisieren. Diese Abhängigkeit ist ein Dilemma, das schon seit vielen Jahren besteht. Es wird verschlimmert durch die Kriege, die immer wieder wegen der Rohstoffe ausbrechen.

Viele Vorkommen befinden sich in grenznahen Gebieten und werden von mehreren Staaten für sich beansprucht. Zudem hat der schon seit dem 15. Jahrhundert bestehende Rohstoffexport zu einer einseitigen Entwicklung der Volkswirtschaften geführt. Während die Erschließung von Bodenschätzen heutzutage immer noch beständig vorangetrieben wird, bleiben andere Wirtschaftssektoren wie die Landwirtschaft weiterhin unberücksichtigt. Dadurch wird eine Entwicklung hin zu stabilen Volkswirtschaften immer noch unmöglich gemacht. Auch die Erlangung der Unabhängigkeit vieler Staaten in der Mitte des letzten Jahrhunderts konnte die Abhängigkeit vom Rohstoffexport nicht bedeutend verringern.

Welche Bodenschätze werden gefördert, wie entstanden sie?

Insbesondere die Förderung von Erdöl und der Bergbau bilden in vielen Staaten die einzige Säule der Wirtschaft. Das Erdöl kommt dabei hauptsächlich aus den nördlichen Ländern aber insbesondere auch aus Nigeria. Kupfer, Gold und Diamanten kommen in anderen Regionen vermehrt vor. Rund die Hälfte der weltweiten Goldvorkommen sowie 90 Prozent der Platinreserven sind auf dem schwarzen Kontinent zu finden. Die große Zahl der reichen Vorkommen ist dadurch bedingt, dass Afrika der älteste Kontinent der Erde ist. Die Entstehung von Rohstoffen wiederum ist ein sehr langwieriger Prozess, der sich über viele Jahrtausende erstreckt. Dementsprechend weit vorangeschritten ist erdgeschichtlich betrachtet die Entwicklung der Bodenschätze in Afrika.

Der Einfluss von außen und die Bedingungen für die Arbeiter

China und Indien stellen die größten Investoren in den Abbau der Rohstoffe auf dem vom Kolonialismus gezeichneten Kontinent dar. Sie investieren jährlich Milliarden, um die Erschließung neuer Rohstoffvorkommen voranzutreiben. Diese Investitionen werden jedoch immer kritischer beobachtet, da das Geld häufig an gewalttätige Regime beziehungsweise in den Waffenhandel fließt. Eine wirkliche Verbesserung der wirtschaftlichen Lage wird so also leider nie erreicht werden, da letzten Endes immer wieder die Spirale der Gewalt genährt wird. Den ausländischen Investoren ist dies in der Regel egal, solange die Nachfrage an Rohstoffen ausreichend gedeckt werden kann. Kritisch zu betrachten sind in diesem Zusammenhang auch die Bedingungen, unter denen die Rohstoffe abgebaut werden. Die Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen entsprechen in der Regel nicht den hohen Standards der großen Industrienationen. Eine Möglichkeit sich zu wehren haben die Arbeiter jedoch nicht. Sie benötigen die Arbeit, um Ihre Familien ernähren zu können.

 

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