Blemmyer
Die Blemmyer waren ein antikes Nomadenvolk in Sudan und Ägypten. Erfahren Sie mehr über ihre Geschichte, Mythologie und Rolle als Händler und Räuber.
Volk der Nomaden in Sudan und Ägypten
Um 400 v. Chr. waren sie zumindest teilweise sesshaft und bildeten einen eigenen Staat. Bis um die Mitte des 3. Jahrhunderts n. Chr. treten die Blemmyer in den griechischen Quellen vor allem als Räuber und Plünderer auf, die die Handelswege am Nillauf gefährdeten, an dem sie siedelten. Vorwiegend trat der Stamm noch im Sudan auf, wobei auch vereinzelte Mitglieder am Roten Meer wohnten.
In der Mythologie vertreten
Die Blemmyer sind auch teilweise in der griechischen Mythologie vertreten und werden dort mit einem Körper ohne Kopf dargestellt. Bekannt geworden ist der Stamm jedoch durch die Römer, welche das Volk unter ihrer Herrschaft brachten. Es kam soweit, dass der Stamm aus den Gebieten wegziehen musste. Erst nach langem Kampf eroberten die Blemmyer ihre frühere Heimat zurück. Von Arabern wurden die Blemmyer Bedscha genannt. Die Bedscha können wohl als die Nachfahren der Blemmyer angesehen werden.
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