Amhara
Tradition
In der Amhara Region leben circa fünfzehn Prozent, von denen die meisten in ländlichen Gebieten wohnen und Ackerbau betreiben. In den anderen Gebieten des Landes leben die Amhara überwiegend im Stadtgebiet.
Mädchen werden bei den Amhara in der Regel sehr früh verheiratet. Wird ein junges Mädchen Geschlechtsreif, spätestens jedoch mit 14 Jahren, ist es im heiratsfähigen Alter. Die Heirat wird überwiegend von den Verwandten arrangiert und ausgemacht und der Ehepartner ausgesucht. Die Brautleute haben hier kein Mitspracherecht. Eine kirchliche Hochzeit gibt es im Normalfall nicht. Möglich allerdings ist der Segen eines Priesters.
Erbrecht
Bei den Amhara hat laut Tradition die Mutter das Recht dem Kind einen Namen zu Geben. Sie entscheidet über den Namen nach Wünschen und Gefühlen. Sie wählt Namen wie "Freude", "Hoffnung" oder ähnliche. Sollte die Ehe nicht funktionieren, darf von Rechtswegen sogar eine Scheidung vollzogen werden. Über die wichtigen Details wie der Verbleib der gemeinsamen Güter oder das Sorgerecht, wird verhandelt. Auch das Erbrecht der Amhara ist einfach geregelt. Die Söhne erben das Land, das Vieh hingegen wird an alle Nachkommen vererbt.
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