Zwergflamingo
Die kleinen Flamingos werden kaum einen Meter groß, wobei Hals und Beine den größten Teil der Körperhöhe ausmachen und mit knapp 2 Kilogramm sind sie echte Leichtgewichte.
Ihr Lebensraum ist sehr speziell. Sie leben an seichten Salz- und Sodaseen und entwickelten, bedingt durch die wechselnden Beutetierpopulationen, ein nomadisches Verhalten.
Lebensbedingungen und die Entstehung der rosanen Farbe
Die Anpassung der Zwergflamingo ist so speziell, das sich diese Tiere evolutionär nicht groß verändern mussten, da sie sich schon sehr früh an diese speziellen Lebensbedingungen anpassten. Die wichtigste Anpassung sind die langen nackten Beine, die dem ätzenden Wasser widerstehen und die Tiere hoch über der Salzlauge halten. Auch die Körperform zeigt einen Unterschied. Er ist entenähnlich und daher gut zum schwimmen geeignet. Tatsächlich schwimmt de Zwergflamingo häufiger als seine großen Verwandten. Auch die besondere Form der Füße zeigt die Spezialisierung in ihrem Lebensraum. Sie erleichtern den Zwergflamingos das Laufen in seichten und schlammigen Untergründen. Die rosa Färbung erhalten die sie durch die Aufnahme der Beutetiere, die Carotin enthalten und dadurch die Rosafärbung des Gefieders hervorrufen. Ohne diese carotinlastige Nahrung wären die Zwergflamingos weiß.
Soziales Verhalten
Der Zwergflamingo ist, wie alle anderen Flamingoarten z.B. der Rosaflamingo, ein sehr geselliges Tier. Man konnte Brutkolonien mit mehr als 1 Million Tieren beobachten. Die Zwergflamingos leben monogam. Das heißt, Paare die sich finden bleiben viele Jahre zusammen. Sie bauen Nester aus Schlamm, die ungefähr 40 cm hoch sind und oben eine flache Brutmulde haben. Gemeinschaftlich bebrüten die Paare ein Ei, aus dem nach 27-31 Tagen ein Junges schlüpft. Obwohl die bestehenden Populationen groß sind, spricht man doch von einer potentiellen Gefährdung dieser Art, durch die hohe Spezialisierung. Eine plötzliche Veränderung der Umweltbedingungen könnte die heutigen Populationen gefährden, da eine schnelle Anpassung nicht möglich ist.
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