Religionen in Afrika
Religion ist für die afrikanische Bevölkerung sehr wichtig Am verbreitetsten sind der Islam und das Christentum, es gibt jedoch auch zahlreiche Unterarten von Religionen, die fast ausschließlich in Afrika praktiziert werden. Islamische Dominanz besonders im Westen Afrikas deutlich spürbar Die islamische Religion wird hauptsächlich in Westafrika, aber auch in Teilen Nordafrikas …
Religion ist für die afrikanische Bevölkerung sehr wichtig
Am verbreitetsten sind der Islam und das Christentum, es gibt jedoch auch zahlreiche Unterarten von Religionen, die fast ausschließlich in Afrika praktiziert werden.
Islamische Dominanz besonders im Westen Afrikas deutlich spürbar
Die islamische Religion wird hauptsächlich in Westafrika, aber auch in Teilen Nordafrikas praktiziert. Die dort lebenden Menschen richten ihren Alltag nach der Lehre des Islams aus, auch die Bauweise vieler Städte und Gegenden ist von unverwechselbarem, islamischen Stil. Der Alltag vieler Afrikaner besteht aus Gebetsritualen, Besuchen in der Moschee und Lesungen im Koran.
Christentum in Afrika ist besonders im Süden vertreten
Das südliche Afrika wird vom Christentum dominiert, die meisten Menschen teilen und praktizieren den christlichen Glauben, größere Auswirkungen auf den Alltag kommen nur selten vor. Gebetsrituale wie bei den Anhängern des Islams fallen beim Christentum meist weg, Gebete werden wenn überhaupt einmal am Tag gesprochen, hin und wieder werden Gottesdienste und Messen aufgesucht, um die Fürsprache mit Gott zu suchen.
Synkretismus als Mischung aus mehreren Religionen
Neben Islam und Christentum werden in Afrika überwiegend unbekannte und eigene Religionen praktiziert, so zum Beispiel der afrikanische Synkretismus, eine Mischung aus mehreren, unterschiedlichen Religionen. Ein großer Teil dieser Religion liegt im Glauben an sogenannte "YOGIS" (Geister die das persönliche Schicksal begleiten), die Gebetsformen zu den Göttern ähneln denen der Islamanhänger. Es wird beim Synkretismus traditionell nach Mekka gebeten, auch der typisch islamische Rosenkranz wird für die Rituale verwendet.
Judentum in Afrika ebenfalls vertreten
Das Judentum wird als drittgrößte Religion Afrikas gesehen, vor vielen Jahren gab es deutlich mehr jüdische Familien als heute. Es lässt sich nicht genau festmachen, in welchen Gegenden Afrikas die meisten Juden leben, da über das gesamte Land verteilt immer wieder jüdische Familien beheimatet sind. Die Lebensweise von Juden unterscheidet sich nur wenig von der Lebensweise der Christen, lediglich bei der Einhaltung einiger Vorschriften, wie der Aufnahme von koscherer Nahrung, unterscheiden sich die beiden Religionen.
Stammesrituale und Glaubensrichtungen einheimischer Urvölker gelten auch als Religion
Nirgends sonst gibt es so viele Urvölker wie in Afrika, fernab jeglicher Zivilisation leben und handeln sie nach ihrem eigenen Glauben. Nicht immer sind die praktizierten afrikanischen Religionen schriftlich festgehalten, viel mehr werden Traditionen und Rituale von Generation zu Generation weiter gegeben. Das Leben der meisten afrikanischen Völker wird vom Glauben bestimmt, Stammesmitglieder gehen überwiegend davon aus, dass ihr Leben von Göttern und dem Schicksal vorbestimmt ist und sie nur bedingten Einfluss darauf haben. Opferungen und auch in der westlichen Welt abgelehnte Traditionen wie die Beschneidung von Mädchen gehören zum afrikanischen Standard.