Queen-Elizabeth-Nationalpark – Wildtiere, Wasserwege und Baumlöwen in Uganda
Bootsfahrten auf dem Kazinga-Kanal, Baumlöwen in Ishasha und Kraterseen: Infos zum Queen-Elizabeth-Nationalpark in Uganda.
Queen-Elizabeth-Nationalpark: Vielfalt zwischen Savanne und Wasser
Der Queen-Elizabeth-Nationalpark im Südwesten Ugandas ist einer der artenreichsten Nationalparks des Landes. Auf rund 1.978 Quadratkilometern vereint er Savannenlandschaften, dichte Wälder, Kraterseen und den Kazinga-Kanal, der als einer der besten Orte für Tierbeobachtungen in Afrika gilt. Der Park grenzt an den Rwenzori-Gebirgszug und ist Teil des grenzüberschreitenden Virunga-Nationalparks in der Demokratischen Republik Kongo.
Highlights im Park
Kazinga-Kanal: Bootsfahrten mit Wildtierbegegnungen
Der Kazinga-Kanal verbindet den Lake Edward mit dem Lake George und ist bekannt für seine hohe Dichte an Nilkrokodilen, Flusspferden und einer Vielzahl von Vogelarten. Bootsfahrten bieten die Möglichkeit, Elefanten, Büffel, Löwen und zahlreiche Antilopenarten aus nächster Nähe zu beobachten. Die beste Zeit für eine Tour ist in den frühen Morgen- oder späten Nachmittagsstunden, wenn die Tiere an den Ufern aktiv sind.
Ishasha-Sektor: Baumlöwen und Savannenpanorama
Der Ishasha-Sektor im Süden des Parks ist berühmt für seine einzigartige Population von Baumlöwen. Diese Löwenart klettert regelmäßig auf Akazienbäume, um der Hitze zu entgehen oder nach Beute Ausschau zu halten. Neben den Löwen leben hier Elefanten, Leoparden und eine große Vielfalt an Vogelarten. Die Landschaft ist geprägt von offenen Savannen und vereinzelten Baumgruppen, die typisch für die Region sind.
Kraterseen: Vulkanische Landschaften und Vogelparadiese
Im Norden des Parks liegen die Kyambura- und Katwe-Kraterseen, die durch vulkanische Aktivitäten entstanden sind. Diese Seen sind nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch wichtige Lebensräume für Flamingos, Pelikane und andere Wasservögel. Die Krater bieten zudem Wanderwege mit Aussichtspunkten über die umliegende Landschaft.
Kombination mit Bwindi Impenetrable Forest
Der Queen-Elizabeth-Nationalpark lässt sich ideal mit dem Bwindi Impenetrable Forest kombinieren, einem der besten Orte für Gorilla-Trekkings in Afrika. Die Entfernung zwischen beiden Parks beträgt etwa 4–5 Stunden Fahrt. Diese Kombination ermöglicht es Reisenden, sowohl Savannen- als auch Regenwaldökosysteme zu erleben und sowohl Löwen als auch Berggorillas zu beobachten.
Anreise und praktische Informationen
Anreise
- Flugzeug: Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der Entebbe International Airport (EBB) bei Kampala. Von dort aus gibt es Inlandsflüge nach Mweya oder Kasese, gefolgt von einer Weiterfahrt mit dem Auto (ca. 4–5 Stunden).
- Straße: Die Anreise erfolgt meist über die asphaltierte Straße von Kampala nach Kasese, gefolgt von einer Fahrt durch den Queen Elizabeth Nationalpark. Die Strecke ist gut ausgebaut, aber für die letzten Kilometer empfiehlt sich ein Geländefahrzeug.
- Öffentliche Verkehrsmittel: Minibusse (Matatus) und öffentliche Busse verkehren zwischen Kampala und Kasese, allerdings ist die Fahrt unregelmäßig und nicht immer komfortabel. Für eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird ein lokaler Guide empfohlen.
Eintrittsgebühren und Unterkünfte
Die Gebühren für den Queen-Elizabeth-Nationalpark variieren je nach Nationalität und Aufenthaltsdauer. Für ausländische Touristen gelten folgende Richtwerte (Stand 2024):
- Eintritt pro Tag: ca. 40–60 USD (je nach Saison)
- Bootsfahrt auf dem Kazinga-Kanal: ca. 30–40 USD pro Person
- Gorilla-Trekking im Bwindi (falls kombiniert): ca. 700 USD pro Person
Im und um den Park herum gibt es eine Vielzahl von Unterkünften, von einfachen Gästehäusern bis hin zu Luxus-Lodges wie der Mweya Safari Lodge oder der Ishasha Wilderness Camp. Eine frühzeitige Buchung wird empfohlen, insbesondere in der Hochsaison (Juni–September und Dezember–Februar).
Beste Reisezeit
Der Park ist ganzjährig zugänglich, aber die beste Zeit für Tierbeobachtungen ist während der Trockenzeiten:
- Juni–September: Geringere Vegetation erleichtert die Tierbeobachtung, Flusspferde und Krokodile sind gut sichtbar.
- Dezember–Februar: Trockenes Wetter, gute Bedingungen für Safaris und Wanderungen.
- März–Mai und Oktober–November: Regenzeit, weniger Touristen, aber einige Wege können unpassierbar sein.
Tipps für Besucher
- Ein lokaler Guide ist für Safaris und Wanderungen unerlässlich, um die Tiere sicher und respektvoll zu beobachten.
- Impfungen wie Gelbfieber und Malariaprophylaxe werden empfohlen.
- Festes Schuhwerk und leichte, langärmelige Kleidung sind ratsam, um sich vor Sonne und Insekten zu schützen.
- Die Mitnahme von Ferngläsern und Kameras mit Teleobjektiv verbessert die Beobachtungsmöglichkeiten.