Nationalparks in Zentralafrikanische Republik
Die Zentralafrikanische Republik liegt, wie der Name erahnen lässt, in Zentralafrika. Der Staat ist ungefähr doppelt so groß wie Deutschland und liegt inmitten des tropischen Regenwalds in Afrika.
Während der gesamte Süden des Landes vom dichten Regenwald besiedelt ist, wird der Regenwald gen Norden lichter und geht in eine Trockensavanne über. Bedrohte Tierarten leben auf dem Staatsgebiet der Zentralafrikanischen Republik, unter anderem auch die letzten Flachlandgorillas. Zu ihrem Schutz wurden einige Nationalparks ernannt.
Das Dzanga-Sangha-Schutzgebiet
Im Dreiländereck von Kamerun, der Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik liegt das Dzanga-Sangha-Schutzgebiet. Auf einer Fläche von 28.000 km² steht hier der tropische Regenwald samt seiner Flora und Fauna unter Schutz. Unter Touristen ist der Dzanga-Sangha-Nationalpark der beliebteste Park des Landes, er ist zweifelsohne das Aushängeschild der Zentralafrikanische Republik. Benannt wurde er nach den Flüssen Dzanga und Sangha, der Heimat diverser Krokodil- und Reptilienarten.
Das ganze Jahr über regnet es hier, besonders stark im Oktober bis November. Das Dzanga-Sangha-Schutzgebiet ist die Heimat der stark bedrohten Flachlandgorillas, des Weiteren sind hier weitere Primatenarten wie Schimpansen, Stummelaffen und Paviane beheimatet. In dem dichten Tropenwald finden zudem Waldelefanten, Bongos und Waldbüffel unter dem Schutz von Rangern ideale Lebensbedingungen.
Der Nationalpark Manovo-Gounda Saint Floris
Im Norden des Landes liegt der Nationalpark Manovo-Gounda Saint Floris, der seit 1988 auch zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört. Aufgrund seines vielseitigen und bedeutsamen Tier- und Pflanzenbestands genießt der Schutz dieses Gebiets einen besonderen Stellenwert. Der Park leidet dennoch stark unter den Wilderern, die aus den Nachbarstaaten der Zentralafrikanischen Republik einwandern.
In der weitläufigen Trockensavanne leben große Herden von Elefanten und Gazellen, die auch als Beute der ansässigen Raubtiere gelten. Geparden, Löwen und Leoparden sind im Nationalpark Manovo-Gounda Saint Floris heimisch.
Gen Süden wird das Gebiet deutlich fruchtbarer, stellenweise stehen einige Parkgebiete dauerhaft unter Wasser. In dieser Region grasen afrikanische Büffel, zudem ist eine Vielzahl an unterschiedlichen Vogelarten im Nationalpark zu Hause.
Der Dzongo-Ndoki-Nationalpark
Bestens für Safari-Touren geeignet ist der Dzongo-Ndoki-Nationalpark im Südwesten der Zentralafrikanischen Republik. Er ist unter Touristen sehr beliebt, da er die Vielseitigkeit der Flora und Fauna in dem Land widerspiegelt. Hier wechselt sich dichter Tropenwald mit weitläufigen Grasflächen und kleineren Seen ab, die zur Erkundung auch mit Booten und Kanus befahren werden können. Acht bis zehn Monate im Jahr regnet es fast jeden Tag in diesem Gebiet, daher sollten Touristen in der trockenen Jahreszeit von Dezember bis März anreisen.
Der Schutz des Gebietes genießt einen hohen Stellenwart, die letzten Waldelefanten in Zentralafrika sind in der Region heimisch. Der Bestand der heimischen Flachlandgorillas hat sich spürbar erholt, dennoch sind die Gorillas bei den Touren selten zu sehen. Sie leben oftmals tief im Regenwald, wo sich weiter Primaten, Faultiere und eine Vielzahl an Reptilien heimisch fühlen.
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