Nationalparks

Nationalparks in Tansania

Kaum ein Land auf dem afrikanischen Kontinent kann seinen Besuchern ein so kontrastreiches Programm bieten wie Tansania. Dieses Land ist fazinierend wie kein zweites.

Redaktion Afriwhere 3 Min Lesezeit aktualisiert 6. September 2026
Nationalparks in Tansania
Nationalparks in Tansania

Der Staat am Indischen Ozean, mit 41 Millionen Einwohnern eines der bevölkerungsreichsten Länder Afrikas, ist von einer beeindruckenden Flora und Fauna gesegnet. Der Schutz dieser einzigartigen Natur genießt in Tansania einen hohen Stellenwert. Viele Reservate und Nationalparks, darunter auch der vielleicht bekannteste Park der Welt, zeugen von dem hohen Einsatz des zentralafrikanischen Staates.

Der Serengeti-Nationalpark

Nicht nur in Afrika, sondern auch weit über die Grenzen des Kontinents hinaus, ist der Serengeti-Nationalpark bekannt. In mehreren Punkten setzt dieses Schutzgebiet Maßstäbe. Mit einer Fläche von 14.763 km² gehört er nicht nur zu den größten Nationalparks der Erde, er beherbergt auch eine unglaubliche Artenvielfalt. Seit 1981 gehört die Serengeti zu Recht zum Weltnaturerbe der UNESCO.

2011 feiert der Nationalpark Serengeti sein 60-jähriges Bestehen, als Wildreservat ist er seit 1929 bekannt. Die Serengeti gehört zu den geschütztesten Ökosystemen in ganz Afrika. Den Großteil des Parks macht die Savanne aus, an den Flüssen wachsen Galeriewäldern, vereinzelnd auch Akazien und Dorngehölz.

Mehr als 1,6 Millionen Tiere leben in dem Nationalpark, die meisten von ihnen sind Pflanzenfresser. Die mit Abstand größten Vertreter der Tiere bilden die Streifengnus, gefolgt von Zebras, Gazellen und Büffeln. Heimische Raubtiere wie Löwen, Hyänen und Schakale finden hier beste Bedingungen vor. Für Besucher ist der Nationalpark Serengeti bestens erschlossen, darf aber nur unter Führung betreten werden.

Udzungwa Mountains National Park

Als eines der letzten Schutzgebiete wurde der Udzungwa Mountains National Park 2006 zum Nationalpark erklärt. Der 1.900 km² große Park im Zentrum des Landes bedeutet übersetzt „Land der Dzungwa", in Bezug auf einen früher dort angesiedelten Stamm.

Zum größten Teil bedeckt tropischer Regenwald mit 50 Meter hohen Bäumen den Park, daneben bieten Steppen und Steppenwälder genügend Nahrung für die heimischen Tiere. Mehrere Tierarten sind nur in den angrenzenden Udzungwa-Bergen heimisch, darunter auch der Sanje-Mangabe und das graugesichtige Rüsselhündchen.

Saadani-Nationalpark

Ganz im Osten des Landes liegt der Saadani-Nationalpark, der sich auf einer Fläche von 1.100 km² erstreckt. Typisch für diesen Park sind die Mangroven- und Küstenwälder, die entlang des Wami-Flusses wachsen. In den geschützten Flächen befinden sich Brutplätze einiger bedrohter Schildkrötenarten. Auch Krokodile, Flusspferde, Zebras und Büffel grasen eng an dem Fluss.

Zum Kontrast zu der Flusslandschaft bietet das Hinterland mit seinen weitläufigen Savannen großen Tierherden eine Heimat. Giraffen, Antilopen und Wasserbüffel grasen ebenso auf diesem Gebiet wie Warzenschweine, Zibetkatzen oder Mungos.

Die Geschichte des Parks geht bis in die 60er Jahre zurück, 1964 wurde er als Wildpark gegründet. Offiziell wurde das Gebiet 2003 als Nationalpark deklariert, im Zuge einer Erweiterung des Parks. An den Park grenzen einige Gewässer an, die auf der Wanderroute von Walen und Delphinen durchquert werden.

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