Nationalparks in Ägypten
Das Klima in Ägypten ist sehr trocken, Regen fällt in den meisten Landesteilen sehr selten. Lediglich rund um die Mittelmeerküste sowie am Roten Meer fällt vereinzelnd Regen, am maximal 30 Tagen pro Jahr.
Für die Flora und Fauna sind das schwere Lebensbedingungen, dennoch gibt es in Ägypten eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt. Drei Nationalparks zählt das Land der Pyramiden, die allesamt Südosten des Landes, am Roten Meer liegen.
Der Wadi-al-Gamal-Nationalpark
Mit einer Fläche von knapp 7500 km² ist der Wadi-al-Gamal-Nationalpark der kleinste Park in Ägypten, er ist zugleich auch der neuste Nationalpark. Rund 50 Kilometer von der Kleinstadt Marsa Alam entfernt, wurde das geschützte Gebiet 2003 zum Nationalpark ernannt. Trotz seiner geringen Größe zeichnet sich der Park durch seine vielseitige Tier- und Pflanzenwelt aus. Das Gebiet erstreckt sich vom Roten Meer etwa 100 Kilometer ins Landesinnere. Während im östlichen Teil des Wadi-al-Gamal-Nationalparks Rifs, bestehenden aus Granit-Basaltfelsen, dominieren, findet man im westlichen Randgebiet hohe Fels- und Bergformationen. Mit einer Höhe von 2187 ist der Gebel Shayib al-Banat die größte Erhebung im Nationalpark. Kleine Flussläufe, sogenannte Wadi, durchziehen das Naturschutzgebiet. An den Fluss- und Küstenstreifen leben die meisten Tiere und Pflanzen. Einige bedrohte Tierarten leben im Park. Neben den Thomson- und Grantgazellen gehört dazu auch die Dorkasgazelle. Auf der Liste der bedrohten Tierarten stehen ebenfalls die Schieferfalken, dessen weltweit größte Kolonie sich auf dem Wadi el Gamal Island befindet. Besuchern ist es nicht erlaubt, den Park ohne Ranger zu betreten.
Der Ras-Mohammed-Nationalpark
Nur einen Katzensprung vom beliebten Urlaubsziel Sharm El-Sheikh liegt der Ras-Mohammed-Nationalpark. Es handelt sich bei diesem Naturschutzgebiet um den ältesten Nationalpark Ägyptens, er wurde vor fast 30 Jahren 1983 gegründet. Geographisch betrachtet befindet sich der Park an der Südspitze der Halbinsel Sinai. Offiziell wird das Gebiet Ras Mohammed Marine Protected Area bezeichnet, es ist ein begehrtes Ziel für Taucher. Zu den beliebtesten Riffs des Nationalparks gehören neben dem Shark Reef und dem Yolanda Reef vor allem das Jackfish Alley. Die beiden Reefs zeichnen sich durch eine einzigartige Korallenwelt und eine hohe Population an unterschiedlichen Fischarten aus. Im Jackfish Alley treffen Taucher vereinzelnd auf schlafende Haie, Jack- und Thunfische sind dort anzutreffen.
Der Gebel-Elba-Nationalpark
Benannt nach dem Berg Elba, ist der Gebel-Elba-Nationalpark der größte Nationalpark des Landes, er umschließt ein Gebiet von 35.600 km². Bekannt ist der Park für den einzigen natürlichen Wald in ganz Ägypten und der einzigartigen Flora und Fauna, die es sonst nirgendwo in Ägypten gibt.
Neben diversen Gazellenarten leben Herden Afrikanischer Wildesel und Antilopen in dem Gebiet, das im Hala'ib-Dreieck liegt. Rund 100 unterschiedliche Vogel-, Reptilien- und Säugetierarten leben im Gebel-Elba-Nationalpark, der seit jeher von Beduinenstämmen bewohnt wird. Die Beduinen organisieren Führungen durch den Park und kultivieren ihn. Sie sind für ihre kulturellen Eigenarten bekannt, die sich vereinzelnd auch Touristen vorführen. Ohne ortskundige Führer sollte der Park nicht betreten werden, bei dem weitläufigen Gelände kann man schnell die Orientierung verlieren.
Weiter in der Rubrik
Okavango-Delta – Binnendelta im Herzen Botswanas
Okavango-Delta: Entstehung, Mokoro-Safaris, Fly-in-Camps & beste Reisezeit. Infos zu Innen- und Außendelta, Preisen und Aktivitäten.
Chobe-Nationalpark – Wildtiere am Chobe-Fluss in Botswana
Chobe-Nationalpark: Bootsafaris, Elefantenherden & Savuti. Höchste Elefantendichte Afrikas. Infos zu Anreise, Unterkünften & Aktivitäten.
Amboseli-Nationalpark – Elefanten, Kilimandscharo und ikonische Savannenlandschaften
Amboseli-Nationalpark: Elefantenherden vor dem Kilimandscharo, beste Safari-Zeiten, Forschung & Anreise-Tipps für Kenia.