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Nationalparks auf Mauritius: Naturreservate und Wildtiere entdecken

Redaktion Afriwhere 9 Min Lesezeit aktualisiert 24. September 2026
Nationalparks auf Mauritius: Naturreservate und Wildtiere entdecken
Blick über den dichten Regenwald des Black River Gorges Nationalparks auf Mauritius
Nationalparks auf Mauritius: Naturreservate und Wildtiere entdecken

Nationalparks auf Mauritius: Naturreservate und Wildtiere entdecken

Mauritius ist nicht nur für seine Strände und Lagunen bekannt, sondern auch für seine artenreichen Nationalparks und Naturschutzgebiete. Die Parks schützen einzigartige Ökosysteme, darunter endemische Pflanzen und seltene Vogelarten. Viele der Reservate sind leicht von der Hauptstadt Port Louis oder beliebten Touristenorten wie Flic-en-Flac erreichbar. Dieser Guide stellt die wichtigsten Nationalparks vor und gibt praktische Tipps für Besucher.

Die Nationalparks und Naturschutzgebiete auf Mauritius im Überblick

Die folgenden Parks und Reservate sind offiziell als Schutzgebiete ausgewiesen oder werden von Naturschutzorganisationen verwaltet. Einige Gebiete sind öffentlich zugänglich, andere erfordern eine vorherige Genehmigung.

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1. Black River Gorges Nationalpark

  • Lage: Südwesten der Insel, nahe Souillac und Chamarel
  • Größe: 67,54 km² (größtes Schutzgebiet der Insel)
  • Tierwelt:
    • Endemische Vogelarten wie der Mauritius-Falke, der Echo-Paradieskranich und der Mauritius-Bulbul
    • Rote Mauritiushirsche und Wildschweine
    • Rekordzahl an Tagfaltern, darunter der seltene Papilio manlius
  • Beste Reisezeit: Mai bis November (trockenere Monate, bessere Wanderbedingungen)
  • Anreise:
    • Mit dem Mietwagen ab Port Louis (ca. 1 Stunde) oder ab Souillac (15 Minuten)
    • Öffentliche Busse verkehren bis Souillac, von dort Taxi oder organisierte Touren
  • Eintritt: Kostenlos, Spenden für den Erhalt willkommen
  • Besonderheiten:
    • Hauptwanderwege: Alexandra Falls Trail (2 km, Wasserfälle), Pétrin Visitor Centre Trail (4 km, Aussichtspunkte)
    • Führungen mit lokalen Guides möglich (vorab buchbar)

2. Bras d’Eau Nationalpark

  • Lage: Nordosten, nahe Poste Lafayette
  • Größe: 4,96 km²
  • Tierwelt:
    • Mauritius-Flughunde (Fledermäuse)
    • Seltene Reptilien wie die Gongylomorphus bojerii (Skink)
    • Über 70 Vogelarten, darunter der Mauritius-Blaukauz
  • Beste Reisezeit: April bis September (kühlere Temperaturen)
  • Anreise:
    • Mit dem Mietwagen ab Port Louis (ca. 45 Minuten)
    • Öffentliche Busse bis Poste Lafayette, dann 30-minütiger Spaziergang
  • Eintritt: Kostenlos
  • Besonderheiten:
    • Weniger touristisch, ideal für Vogelbeobachtungen
    • Keine offiziellen Wanderwege, aber lokale Pfade nutzen

3. Île aux Aigrettes Nature Reserve

  • Lage: Vor der Südostküste, nahe Mahebourg
  • Größe: 26 Hektar (kleines Inselreservat)
  • Tierwelt:
    • Wiedereingeführte Arten wie der Mauritius-Sittich und die Aldabra-Riesenschildkröte
    • Über 100 Vogelarten, darunter der seltene Mauritius-Weber
    • Korallenriffe und Meeresschildkröten im umliegenden Meer
  • Beste Reisezeit: Ganzjährig, aber trockenere Monate (Mai–November) bevorzugt
  • Anreise:
    • Bootsfahrt ab Mahebourg (ca. 15 Minuten, organisierte Touren ab 500 MUR)
    • Eigene Boote sind nicht erlaubt
  • Eintritt: 500 MUR (inkl. Bootsfahrt und geführte Tour)
  • Besonderheiten:

4. La Vallée de Ferney Nature Reserve

  • Lage: Südosten, nahe Vieux Grand Port
  • Größe: 200 Hektar
  • Tierwelt:
    • Endemische Pflanzen wie die Trochetia boutoniana (Nationalblume)
    • Mauritius-Falke und Echo-Paradieskranich
    • Wiedereingeführte Arten wie der Mauritius-Bulbul
  • Beste Reisezeit: Juni bis September (kühlere, trockenere Monate)
  • Anreise:
    • Mit dem Mietwagen ab Port Louis (ca. 40 Minuten)
    • Öffentliche Busse bis Vieux Grand Port, dann Taxi
  • Eintritt: Kostenlos, Spenden erbeten
  • Besonderheiten:
    • Führungen mit lokalen Rangern möglich (vorab buchbar)
    • Hauptattraktion: Wanderweg zum Ferney Viewpoint (2 km, Panoramablick)

5. Round Island Nature Reserve

  • Lage: Kleine Insel vor der Nordküste, nahe Cap Malheureux
  • Größe: 1,69 km²
  • Tierwelt:
    • Wiedereingeführte Arten wie die Casarea dussumieri (Riesenschlange) und die Phelsuma guentheri (Taggecko)
    • Keine Säugetiere, aber einzigartige Reptilienfauna
    • Über 30 Vogelarten, darunter der Mauritius-Sturmvogel
  • Beste Reisezeit: Mai bis November (ruhige See, bessere Bedingungen für Bootsfahrten)
  • Anreise:
  • Eintritt: Inklusive in Bootstour (ca. 1.200–1.500 MUR)
  • Besonderheiten:
    • Eines der artenreichsten Reptilienreservate der Welt
    • Führungen nur mit spezialisierten Guides

6. Anse La Raie Mangrove Park

  • Lage: Nordwesten, nahe Trou aux Biches
  • Größe: 12 Hektar
  • Tierwelt:
    • Mangrovenwälder mit Arten wie Rhizophora mucronata
    • Vogelarten wie der Zwergreiher und der Mangrovenkuckuck
    • Fische und Krebse in den Gezeitenzonen
  • Beste Reisezeit: Ganzjährig, aber Gezeiten beachten (bei Ebbe besser zu erkunden)
  • Anreise:
    • Mit dem Mietwagen ab Port Louis (ca. 30 Minuten)
    • Öffentliche Busse bis Trou aux Biches, dann 15-minütiger Spaziergang
  • Eintritt: Kostenlos
  • Besonderheiten:
    • Kurze Wanderwege durch die Mangroven
    • Bootsfahrten durch die Mangroven möglich (ab 800 MUR)

7. Le Morne Brabant Nature Reserve

  • Lage: Südwesten, Halbinsel Le Morne
  • Größe: 1.200 Hektar (inkl. Berg und umliegende Gebiete)
  • Tierwelt:
    • Endemische Pflanzen wie die Diospyros tessellaria (Ebenholzbaum)
    • Wiedereingeführte Arten wie der Mauritius-Sittich
    • Meeresvögel wie der Maskentölpel
  • Beste Reisezeit: Mai bis Oktober (kühlere Temperaturen, weniger Regen)
  • Anreise:
    • Mit dem Mietwagen ab Flic-en-Flac (ca. 20 Minuten)
    • Öffentliche Busse bis Le Morne Village, dann 10-minütiger Spaziergang
  • Eintritt: Kostenlos, aber Aufstieg auf den Le Morne Brabant nur mit Guide (ab 1.000 MUR)
  • Besonderheiten:
    • UNESCO-Weltkulturerbe (historische Bedeutung als Zuflucht für entflohene Sklaven)
    • Hauptwanderweg: Le Morne Heritage Trail (3 km, Rundweg)

8. Rodrigues: François Leguat Giant Tortoise & Cave Reserve

  • Lage: Rodrigues, nahe Port Mathurin
  • Größe: 20 Hektar
  • Tierwelt:
    • Aldabra-Riesenschildkröten (über 200 Exemplare)
    • Einzigartige Vogelarten wie der Rodrigues-Sittich und der Rodrigues-Flughund
    • Höhlen mit Fledermauskolonien
  • Beste Reisezeit: April bis November (kühlere, trockenere Monate)
  • Anreise:
    • Flug ab Mauritius (ca. 1,5 Stunden) oder Fähre (über 12 Stunden)
    • Vor Ort: Mietwagen oder Taxi ab Port Mathurin
  • Eintritt: 500 MUR
  • Besonderheiten:
    • Führungen durch die Höhlen und zum Schildkrötengehege
    • Kombinierte Touren mit anderen Sehenswürdigkeiten auf Rodrigues möglich

9. Vallee de l’Anse La Raie (Mangrovenpark)

  • Lage: Nordwesten, nahe Trou aux Biches
  • Größe: 5 Hektar
  • Tierwelt:
    • Mangrovenarten wie Avicennia marina
    • Vögel wie der Zwergreiher und der Mangrovenkuckuck
    • Fische und Krebse in den Gezeitenzonen
  • Beste Reisezeit: Ganzjährig, aber Gezeiten beachten
  • Anreise: Wie Anse La Raie Mangrove Park
  • Eintritt: Kostenlos
  • Besonderheiten:
    • Kurze Holzstege durch die Mangroven
    • Ideal für Vogelbeobachtungen bei Sonnenaufgang

10. Perrier Nature Reserve

  • Lage: Südosten, nahe Souillac
  • Größe: 2 Hektar
  • Tierwelt:
    • Endemische Pflanzen wie die Pittosporum senacia
    • Vögel wie der Mauritius-Bulbul und der Echo-Paradieskranich
    • Kleine Populationen von Ratten und Echsen
  • Beste Reisezeit: Mai bis September
  • Anreise:
    • Mit dem Mietwagen ab Souillac (10 Minuten)
    • Öffentliche Busse bis Souillac, dann Taxi
  • Eintritt: Kostenlos
  • Besonderheiten:
    • Sehr kleines Reservat, aber artenreich
    • Kombinierbar mit Besuch des Alexandra Falls im Black River Gorges Nationalpark

Karte der Nationalparks auf Mauritius

Karte der Nationalparks auf Mauritius

Reiseroute: Zwei Wochen Nationalparks und Natur auf Mauritius

Diese Route kombiniert die wichtigsten Nationalparks mit kulturellen Highlights und Strandtagen. Die Distanzen sind mit dem Mietwagen gut zu bewältigen, aber öffentliche Verkehrsmittel sind ebenfalls möglich (mit längeren Fahrzeiten).

Tag 1–3: Port Louis & Nordwesten

  • Tag 1: Ankunft in Port Louis, Besuch des Blue Penny Museum und Spaziergang durch die Stadt.
  • Tag 2: Fahrt zum Bras d’Eau Nationalpark (45 Minuten), Vogelbeobachtung und Wanderung. Nachmittags Rückfahrt nach Port Louis.
  • Tag 3: Ausflug zum Anse La Raie Mangrove Park und Vallee de l’Anse La Raie (30 Minuten von Port Louis). Bootsfahrt durch die Mangroven. Abend: Strandzeit in Trou aux Biches.

Tag 4–6: Südwesten und Black River Gorges

  • Tag 4: Fahrt zum Black River Gorges Nationalpark (1 Stunde ab Port Louis). Wanderung zum Alexandra Falls und Besuch des Pétrin Visitor Centre. Übernachtung in Chamarel oder Souillac.
  • Tag 5: Besuch des Perrier Nature Reserve (10 Minuten von Souillac) und des Seven Coloured Earths (geologische Formation). Nachmittags Strandzeit in Le Morne.
  • Tag 6: Wanderung zum Le Morne Brabant (mit Guide) und Besuch des Le Morne Heritage Trail. Abend: Sonnenuntergang am Strand von Le Morne.

Tag 7–9: Südosten und Vogelparadiese

  • Tag 7: Fahrt zum La Vallée de Ferney Nature Reserve (40 Minuten ab Le Morne). Geführte Tour und Wanderung zum Ferney Viewpoint. Übernachtung in Mahebourg.
  • Tag 8: Besuch des Île aux Aigrettes Nature Reserve (Bootsfahrt ab Mahebourg). Nachmittags Strandzeit in Blue Bay.
  • Tag 9: Optional: Tagesausflug zur Île aux Phare (Leuchtturminsel) oder Entspannung am Strand.

Tag 10–12: Rodrigues (optional)

  • Tag 10: Flug nach Rodrigues (1,5 Stunden ab Mauritius). Transfer zum Hotel in Port Mathurin.
  • Tag 11: Besuch des François Leguat Giant Tortoise & Cave Reserve und Wanderung zur Grande Montagne (Aussichtspunkt).
  • Tag 12: Strandtag an der Plage de Trou d’Eau oder Bootstour zu den Coco Island. Rückflug nach Mauritius am Abend.

Tag 13–14: Abschluss und Abreise

  • Tag 13: Letzte Besichtigungen in Port Louis (z. B. Caudan Waterfront) oder Strandtag in Flic-en-Flac.
  • Tag 14: Abreise.

Praktische Tipps für Besucher

Anreise und Fortbewegung

  • Mietwagen: Empfohlen für Flexibilität, besonders für abgelegene Parks wie Black River Gorges oder Rodrigues. Internationale Fahrerlaubnis erforderlich.
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Busse verkehren regelmäßig zwischen Städten, aber Fahrpläne sind unzuverlässig. Taxis oder organisierte Touren sind für abgelegene Parks sinnvoll.
  • Taxis und Fahrer: Vorab buchen (z. B. über Hotels oder lokale Anbieter). Kosten: ca. 1.000–1.500 MUR pro Stunde.

Unterkünfte

  • Port Louis & Umgebung: Hotels wie Labourdonnais Waterfront Hotel oder Gästehäuser in Mahebourg.
  • Südwesten (Chamarel, Souillac): Lodges wie La Gaulette Boutique Hotel oder Chamarel Eco Park.
  • Le Morne: Resorts wie LUX* Belle Mare oder Sugar Beach Resort (für Strandnähe).
  • Rodrigues: Gästehäuser wie La Kaze Mama oder Le Duck Village.

Ausrüstung und Vorbereitung

  • Wanderschuhe: Feste Schuhe für unebene Wege (z. B. Black River Gorges).
  • Wetter: Leichte, atmungsaktive Kleidung und Regenjacke (kurze, heftige Schauer möglich).
  • Sonnenschutz: Hohe Sonneneinstrahlung – Sonnencreme, Hut und Sonnenbrille sind Pflicht.
  • Wasser und Snacks: In abgelegenen Parks keine Einkaufsmöglichkeiten. Ausreichend Wasser und leichte Mahlzeiten mitnehmen.
  • Geld: Bargeld (MUR) für Eintritte und lokale Märkte. Kreditkarten werden in Touristengebieten akzeptiert, aber nicht überall.

Sicherheit und Verhaltensregeln

  • Wanderwege: Markierungen beachten und offizielle Pfade nutzen. In einigen Parks (z. B. Le Morne) sind Guides Pflicht.
  • Wildtiere: Abstand zu Tieren halten, besonders zu Schildkröten und Vögeln. Fütterung ist verboten.
  • Umwelt: Müll mitnehmen, keine Pflanzen oder Steine entnehmen. In einigen Reservaten (z. B. Île aux Aigrettes) ist freies Betreten verboten.
  • Gesundheit: Impfungen prüfen (z. B. Hepatitis A, Typhus). In ländlichen Gebieten Leitungswasser nicht trinken.

Beste Reisezeit

Die optimale Reisezeit für Nationalparks auf Mauritius ist von Mai bis November. In diesen Monaten herrscht trockenes, kühleres Wetter mit Temperaturen zwischen 20°C und 26°C. Die Luftfeuchtigkeit ist geringer, und die Wanderbedingungen sind ideal. Von Dezember bis April kann es zu Zyklonen kommen, und die Parks sind bei starkem Regen schwerer zugänglich.

Fazit: Warum die Nationalparks auf Mauritius ein Besuch wert sind

Mauritius’ Nationalparks bieten eine einzigartige Kombination aus endemischer Tier- und Pflanzenwelt, atemberaubenden Landschaften und kulturellen Einblicken. Während die Strände der Insel weltweit bekannt sind, bleiben die Schutzgebiete oft unentdeckt – dabei sind sie ein Muss für Naturliebhaber. Ob Vogelbeobachtung im Black River Gorges, Schildkrötenbegegnungen auf Île aux Aigrettes oder Wanderungen durch die Mangroven von Anse La Raie: Die Parks zeigen eine andere Seite Mauritius, die abseits der Touristenpfade liegt.

Mit der richtigen Vorbereitung und etwas Flexibilität lassen sich die Nationalparks gut in eine Reise integrieren – sei es als Tagesausflüge oder als Teil einer längeren Naturreise. Wer Mauritius jenseits der Hotellerie und Strände erleben möchte, findet hier unvergessliche Erlebnisse.

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