Etwa 90% der Einwohner gelten als Anhänger der muslimischen Religion. Die Katholiken und Anglikaner bilden eine religiöse Minderheit.
Der medizinische Standard ist in Guinea nicht mit dem in Europa vergleichbar. Besonders problematisch sind in vielen Fällen die Hygiene und die Ausrüstung anzusehen. Daneben sollten alle Reisenden auch eine ausreichende Reiseapotheke mitführen, denn die Apotheken des Landes verfügen größtenteils über ein nur begrenztes Sortiment.
Malaria zählt zu den häufigsten Erkrankungen in Guinea. Diese Erkrankung wird durch den Stich der Anopheles-Mücke übertragen. Zum Schutz vor den Stichen sollte ein konsequenter Mückenschutz während des gesamten Aufenthalts aufrechterhalten werden. Dazu zählen zum Beispiel das Schlafen unter speziellen Moskitonetzen, Mückenschutzmittel für alle freien Hautstellen und lange Bekleidung, wie zum Beispiel lange Hosen und Shirts. Auch die Chemoprophylaxe wird empfohlen. Dabei ist mit einer Ansteckung das ganze Jahr über zu rechnen. Der Mückenschutz muss für die Ansteckungsgefahr mit der Malaria nur ab den Abendstunden und während der Nacht aufrechterhalten werden. Allerdings gibt es auch viele tagaktive Mücken, welche andere Infektionskrankheiten übertragen.
Aus dem Grund ist es sinnvoll, den ganzen Tag auf den Mückenschutz zu achten. So wird zum Beispiel auch das Dengue Fieber von der tagaktiven Stegomyia aegypti Mücke übertragen. Auch diese Erkrankung kann wie Malaria tödlich verlaufen und auch die Symptome ähneln sich. Insbesondere bei Fieber, auch Monate nach dem Aufenthalt im Land, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden, denn selbst nach langer Zeit kann die Erkrankung ausbrechen und unbehandelt tödlich verlaufen.
Zu den weiteren Erkrankungen, welche häufig in Guinea auftreten, zählen auch Durchfallerkrankungen und Schistosomiasis. Durchfallerkrankungen lassen sich dabei vermeiden, indem eine konsequente Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene durchgeführt wird. Eine Erkrankung mit der Wurmerkrankung Schistosomiasis kann hingegen vermieden werden, wenn auf das Baden in offenen Süßwassergewässern verzichtet wird. Guinea ist zugleich ein Gelbfieberinfektionsgebiet. Die meisten Fälle kommen dabei in der Grenzregion zur Elfenbeinküste vor. Die Pflichtimpfung vor Gelbfieber schützt vor einer Ansteckung.
Bei der Einreise nach Guinea muss von jedem Reisenden ein Nachweis über eine aktuelle Gelbfieberimpfung vorliegen. Lediglich Kinder unter einem Jahr sind von der Pflichtimpfung ausgenommen. Allerdings erfolgt in der Praxis meist keine Differenzierung, sodass von allen Reisenden der Impfnachweis vorgelegt werden muss. Neben dem Impfschutz gegen das Gelbfieber sollten Reisende auch den Standardimpfschutz, welcher vom Robert-Koch-Institut empfohlen wird, überprüfen und aktualisieren. Dabei sollte insbesondere ein Impfschutz gegen Tetanus, Keuchhusten, Diphterie, Polio, Masern, Röteln, Mumps und auch gegen die Influenza vorhanden sein. Zusätzlich können spezielle Reiseimpfungen wie Hepatitis A und B, Typhus, Tollwut und Meningokokken-Krankheit sinnvoll sein.
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