Geschichte Guineas

Geschichte Guineas

Etwa 90% der Einwohner gelten als Anhänger der muslimischen Religion. Die Katholiken und Anglikaner bilden eine religiöse Minderheit.

Königreiche

Weitere Volksstämme wanderten erst um das Jahr 1.000 nach Christus in das Land ein. Sie lebten größtenteils vom Wanderackerbau. Einige Gebiete des Landes zählten anschließend lange Zeit zum Reich Ghana. Dieses löste sich allerdings mit der Zeit auf, bis es im zwölften Jahrhundert vollständig unterging. Ab dem 13. Jahrhundert zählten zudem einige Gebiete zum Königreich Mali. Davon betroffen waren allerdings nur die östlichen Landesteile. Dieses Königreich Mali verlor bereits im 15. Jahrhundert an Einfluss.

Kolonialzeit

Im 15. Jahrhundert gelangten Europäer an die Küste Guineas. Dabei handelte es sich um portugiesische Seefahrer, welche allerdings nur Teile des Küstenbereichs für sich einnahmen. Dort errichteten sie einzelne Niederlassungen. Zum Landesinneren drangen sie nicht vor. Zunächst gelangten die Fulbe, ein Nomadenvolk, nach Guinea. Sie siedelten hauptsächlich im Fouta Djalon Bergland. Unter den Fulbe wurde ein islamischer Staat gegründet. Die Vorherrschaft des Staates reichte bis ins heutige Nachbarland Mali hinein.

Erst als sich die beiden Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich um die einzelnen Gebiete im Westen Afrikas stritten, gelangte das heutige Landgebiet Guineas unter französische Herrschaft. In den Anfängen besiedelte Frankreich Mitte des 19. Jahrhunderts zunächst die Gebiete an der Küste. Erst im Jahre 1882 wurde die Rivières du Sud, die Kolonie Frankreichs gegründet und im Jahre 1891 folgte die Gründung der Kolonie Französisch-Guinea. Zu der Zeit wurde auch das Hinterland mit einbezogen. Zuvor hatte sich das Reich der Malinke geweigert, einen Protektoratsvertrag mit Frankreich abzuschließen. Erst im Jahre 1890 konnten sich die Franzosen durchsetzen, sodass die Malinke einen Freundschaftsvertrag unterzeichnen mussten.

Unabhängigkeit

Im Jahre 1957 wurde Französisch-Guinea zunächst die innere Autonomie zugesprochen, nachdem sich Unabhängigkeitsbewegungen nach dem Zweiten Weltkrieg formiert hatten. Es entstanden politische Organisationen und auch gewerkschaftliche Verbünde wurden gegründet. Seit dem 2. Oktober 1958 ist Guinea schließlich unabhängig von Frankreich, nachdem das Land den Beitritt zur Communauté Française ablehnte. Das hatte für Guinea auch zur Folge, das Frankreich dem Land keine finanzielle Unterstützung mehr zusagte und auch Fachkräfte und Industrieanlagen zog Frankreich ab. Das machte Guinea die ersten Schritte in die erlangte Unabhängigkeit nach der Kolonialherrschaft schwer. Mittlerweile wird die Republik Guinea als Präsidialrepublik geführt.

 

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