Wirtschaft Tunesiens

Wirtschaft Tunesiens

Tunesien gilt in Afrika laut der OECD als ein Schwellenland, welches zu den wettbewerbsfähigsten Ländern Afrikas zählt. Schwellenland bedeutet, dass in diesem Fall Tunesien auf dem Sprung vom Entwicklungsland hin zur Industrie- bzw. Wirtschaftsnation steht.

Tunesiens Wirtschaft

Das Bruttoinlandsprodukt stieg in Tunesien seit Jahren stetig an. Die Wachstumsrate lag im Jahre 2007 zum Beispiel bei 6,3 Prozent. Allerdings sank die Wachstumsraten in den darauf folgenden Jahren wieder etwas ab, wie beispielsweise im Jahre 2008 auf 4,6 Prozent und im Jahre 2009 auf 3,1 Prozent. Dieser Rückgang wird aber vor allem der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise zugeschrieben. So kam es seit dem Jahre 2009 dann auch wieder zu einem Aufschwung. Zu den wichtigsten Wirtschaftssektoren des Landes zählen die Dienstleistungen mit einem Anteil von über 50 Prozent am Bruttoinlandsprodukt im Jahre 2008, die Industrie mit einem Anteil von rund 37 Prozent und die Landwirtschaft mit über zehn Prozent Anteil am Bruttoinlandsprodukt.

Seit dem Jahre 1986 strebt das Land an, dass sich der Staat mehr und mehr aus der Wirtschaft zurück zieht, und so soll auch die Privatwirtschaft in dem Land gezielt gefördert werden. Zudem wird auch eine Integration in die Weltwirtschaft angestrebt.

Rohstoffe

Tunesien gilt als ein Land mit einem nur geringem Vorkommen an Bodenschätzen. Zu den wichtigsten Rohstoffen zählen Erdöl, Erdgas, Phosphate, Eisenerze, Gold, Blei und Zink. Mit etwa 75.000 Barrel Ölförderung am Tag im Jahre 2005 zählt Tunesien nur zu den sehr kleinen Produzenten von Öl. Allerdings investierte das Land in letzter Zeit deutlich mehr in die Förderung von Erdgas und Erdöl, so dass in der Zukunft mit deutlich höheren Förderungsraten gerechnet wird. Die Gewinnung der Phosphatmineralien zur Produktion von Düngemitteln hat in Tunesien hingegen eine wichtige nationalökonomische Bedeutung. Der Abbau der Phosphatemineralien begann bereits im Jahre 1899.

Außenhandel

Der Außenhandel Tunesiens ist stark auf die Länder der EU ausgerichtet. So hat die EU zum Beispiel mit rund 80 Prozent einen sehr hohen Anteil am Handelsvolumen. Zu dem Haupthandelspartnern Tunesiens zählen Frankreich, Italien und Deutschland. Auch im Bereich der Importe zählen diese drei Länder zu den wichtigsten Handelspartnern. Zu den wichtigsten Exportgütern zählen Erdölprodukte, Textilien, Phosphatprodukte wie Düngemittel und elektromechanische Produkte. Daneben zählen auch landwirtschaftliche Produkte, wie zum Beispiel Zitrusfrüchte, Datteln und Olivenöl zu den wichtigen Exportgütern Tunesiens. Zwar ist der Anteil am gesamten Export sehr gering, jedoch bieten diese Exportprodukte vielen Menschen in Tunesien einen Arbeitsplatz, und zugleich ist das Land der weltweit drittgrößte Exporteur von Olivenöl. Zu den wichtigsten Importgütern Tunesiens zählen Textilien, Kraftfahrzeuge, Maschinen, Getreide, Lebensmittel und Erdölprodukte.

 

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