Geschichte Sambias

Geschichte Sambias

Der Binnenstaat Sambia im Süden Afrikas war vermutlich bereits vor 50.000 bis 70.000 Jahren bewohnt. Dafür sprechen archäologische Funde. Aber erst im dritten Jahrhundert nach Christus zog es einige Bantuvölker nach Sambia.

Portugiesen kamen ab dem 16.Jahrhundert

Dazu zählten zum Beispiel die Völker Ndbele, Shona oder Tonga. Sie bewirtschafteten das Land und betrieben neben dem Ackerbau auch die Viehzucht. Der Großteil der Bevölkerung entstand um das zehnte Jahrhundert nach Christus. Zu der Zeit waren es auch die Bantuvölker, welche bereits mit den Arabern handelten. Gehandelt wurde zum Beispiel mit Elfenbein, Gold und auch mit Kupfer.

Ab dem 16. Jahrhundert kamen Portugiesen nach Sambia, um nach wertvollen Bodenschätzen zu suchen. Dabei suchten sie vor allen Dingen im nordwestlichen Teil Sambias, in der Region des Kupfergürtels. Zugleich begann in Sambia der Sklavenhandel. Araber verschleppten Menschen aus dem Süden Afrikas in die Region und begannen den Handel. David Livingstone, ein Afrikaforscher aus Großbritannien, bereiste das Land zwischen 1835 und 1873 gleich mehrfach. Aber erst im Jahre 1855 entdeckte er in Sambia die hohen Sambesi-Wasserfälle. Diese erreichen eine Höhe von bis zu 110 Metern und wurden vom Afrikaforscher zu Ehren der Königin als Victoriafälle bezeichnet. Die Wasserfälle sind auch heute noch unter dieser Bezeichnung bekannt und zählen zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten des Landes.

British South Africa Company

Die British South Africa Company nahm den Osten des Landes ab dem Jahre 1891 in Besitz. Acht Jahre später wurde das Gebiet zum Protektorat Großbritanniens erklärt. Das Gebiet erhielt die Bezeichnung Nordwest-Rhodesien. Nordost-Rhodesien wurde im Jahre 1911 angeschlossen, wodurch das Gebiet Nordrhodesien entstand. Das Gebiet grenzte an Südrhodesien, welches das heutige Simbabwe bildet. Diese beiden Gebiete wurden durch den Sambesi getrennt. Ab dem Jahre 1923 wurden beide Gebiete zur britischen Kronkolonie erklärt.

Die 1920er Jahre

In den 1920er Jahren begannen die Briten damit, das hohe Kupfervorkommen Sambias zu fördern. Rund ein Drittel des gesamten Kupfervorkommens der Erde ist in Sambia zu finden. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es durch die schwarzen Bergwerksarbeiter in den Kupferminen zu Protesten und Streiks. Jedoch konnten diese nicht verhindern, dass im Jahre 1953 die Zentralafrikanischen Föderation gegründet wurde. Dabei handelte es sich um einen Zusammenschluss von Süd- und Nordrhodesien sowie dem Njassaland, und somit wurden das heutige Simbabwe, mit Sambia und Malawi zusammengeschlossen. Dieser Zusammenschluss bestand bis zum Jahre 1963. Zur Auflösung kam es durch massive Proteste und Streiks der schwarzen Bevölkerung. Am 24. Oktober 1964 wurde Sambia schließlich von Großbritannien unabhängig erklärt und es entstand die Republik Sambia.

 

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